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Applets Venus Konjunktionen 1631 1639 1761 1769 1874 1882 2004 |
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Plinius über die Venus
Gaius
Plinius Secundus (d.
Ält.):
Naturalis historiae (Naturkunde), Buch II, Abschnitt VI
§§ 36-37)
Plinius (geb. 23/24, gest. 79) berichtet über die
Venus, deren Helligkeit die aller anderen Sterne
übertrifft, dass ihre Strahlen sogar Schatten werfen
können.
Dies kann wohl nur ohne Mondlicht und bei Abwesenheit
jeglicher Lichtverschutzung zutreffen.
"Infra
solem ambit ingens sidus appellatum Veneris, alterno meatu
vagum ipsisque cognominibus aemulum solis ac lunae.
Praeveniens quippe et ante matutinum exoriens luciferi nomen
accepit ut sol alter diemque maturans, contra ab occasu
refulgens nuncupatur vesper ut prorogans lucem vicemve lunae
reddens.
Quam
naturam eius Pythagoras Samius primus deprehendit Olympiade
circiter XLII, qui fuit urbis Romae annus XCLII. Iam
magnitudine extra cuncta alia sidera est, claritatis quidem
tantae, ut unius huius stellae radiis umbrae reddantur.
Itaque et in magno nominum ambitu est. Alii enim Iunonis,
alii Isidis, alii Matris Deum appellavere. Huius natura
cuncta generantur in terris. Namque in alterutro exortu
genitali rore conspergens non terrae modo conceptus inplet,
verum animantium quoque omnium stimulat. Signiferi autem
ambitum peragit trecenis et duodequinquagenis diebus, a sole
numquam abstinens partibus sex atque quadraginta longius, ut
Timaeo placet."
Dank an Walter R. für seine Übersetzung:
"Unterhalb der Sonne wandelt ein
gewaltiges Gestirn namens Venus, sie nimmt ihren Lauf mit
wechselndem Gang und wetteifert mit den Bezeichnungen von
Sonne und Mond. Sie kommt diesen zuvor und hat, weil sie
(Venus) vor dem Morgenlicht aufgeht, wie eine zweite Sonne
den Namen Luzifer (Lichtbringer) angenommen und bringt in
der Frühe den Tag herauf; auf der anderen Seite
leuchtet sie bei Sonnenuntergang wieder hell auf und wird
Abendstern genannt, verlängert den Tag oder gibt wohl
auch das Licht des Mondes wieder. Deren Wesen erkannte als
erster Pythagoras von Samos etwa in der 42 Olympiade, das
bedeutet das Jahr 142 der Stadt Rom. Ferner übertrifft
sie durch ihre Größe die anderen Gestirne, ist
geradezu von so großer Helligkeit, dass durch die
Strahlen dieses einzigartigen Gestirns Schatten geworfen
werden. Deshalb steht sie auch im großen großen
Kreis berühmter Namen. Die einen haben sie Gottheit
"Juno," andere Gottheit "Isis", wieder andere Gottheit
"Große Mutter" genannt.
Durch deren Wirken wird alles auf Erden
hervorgebracht. Denn bei jedem Aufgang besprengt und
erfüllt sie mit befruchtendem Tau nicht nur die
Früchte der Erde, sondern fördert die
Fruchtbarkeit aller lebenden Wesen. Sie vollendet den Umlauf
des Tierkreises (wörtlich: des Zeichenbringers) in 348
Tagen, entfernt sich von der Sonne nicht weiter als 46
Teile, wie Timäus meint."
(Timäus ist ein Astrologe bzw. Astronom des 1.
vorchristl. Jahrhunderts)