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Merkur |
Die
Phasen von Merkur und Venus
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Venus kommt uns von allen Planeten am nächsten: zur Zeit der unteren Konjunktion beträgt ihr Abstand der Erde nur etwa 40 Millionen Kilometer. Wegen ihres hohen Rückstrahlvermögens, ihrer Größe und ihrer geringen Entfernung kann die Venus auch am Taghimmel mit bloßem Auge beobachtet werden (in der Nähe der größten Elongation und bei günstigen atmosphärischen Bedingungen, und sofern man weiss, an welcher Stelle des Himmels man zu suchen hat). Bei Beobachtungen mit Fernglas oder Teleskop am Taghimmel ist allergrößte Vorsicht geboten, dass diese nicht auf die Sonne gerichtet sind. Da dies bei freihändigem Gebrauch eines Fernglases leicht geschehen kann, ist dringend zu empfehlen, ein Stativ zu verwenden oder von einem Standort im Schatten zu beobachten. ![]() Phasen und Größenverhältnisse der Venus gezeichnet von Barnard 1890 aus: M. Wilhelm Meyer: Das Weltgebäude, Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1898. Die Venus zeigt einen ausgeprägten Phasenwechsel (ähnlich wie der Mond). Galilei entdeckte dies im Jahre 1610 als erster mit Hilfe des gerade eingeführten Fernrohrs. Er hält seine Beobachtung zunächst noch geheim, indem er sie in einem Anagramm verschlüsselt (in der Wissenschaft jener Zeit nicht unüblich, um sich die Priorität zu sichern aber zugleich auch einen Rückzug offenzuhalten): Dieses noch Unreife wird von mir bisher vergeblich vorgetragen. Dieselben 34 Buchstaben in anderer Reihenfolge ergeben Galileis Aussage, die er am 1. Januar 1611 bekanntgibt: Die Mutter der Liebenden (Venus) tut es den Gestalten der Cynthia (des Mondes) gleich. Cynthia ist ein Beiname von Luna. Also: Venus zeigt Phasen wie der Mond ! Der Phasenwechsel eines Planeten ist ein weiterer Beweis für seine Bewegung um die Sonne (heliozentrisches Weltmodell des Kopernikus).
Hier die Phasen der Venus während ihres vollständigen synodischen Umlaufs:
5 synodische Umlaufdauern (Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden entsprechenden Konjunktionen) entsprechen fast genau 8 siderischen Erdjahren und 13 siderischen Venusumläufen: 8 * 365.26 Tage = 2922. 1 Tage 13 * 224.70 Tage = 2921. 1 Tage Die
5 Begegnungen von Erde und Venus innerhalb von 8 Jahren
bilden ein ![]() Daher existiert ein achtjähriger Zyklus der Venussichtbarkeit, d.h. eine bestimmte Venuskonstellation wiederholt sich nahezu auf den Tag genau nach 8 Jahren unter gleichen Bedingungen. Applet Venus Transit Observer |
mean
Sun distance
sidereal
orbit period
synodic
orbit period
Venusphasen
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Winkel-durchmesser |
tude |
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u n e h m e n d |
Neuvenus |
180° |
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48° |
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Halbvenus |
90° |
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(Sonnennähe) |
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Vollvenus |
0° |
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b n e h m e n d |
Halbvenus |
90° |
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48° |
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Neuvenus |
180° |
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Konj. 14. Jan |
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22. Aug. |
Konj. 31. Okt. |
31. Jan |
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Konj. 18. Aug. |
Venus-Daten
für 600 Tage (1. Jan. 2002 bis 12. Aug. 2003, Intervalle 10
Tage)
berechnet mit meinem Applet Venus
Transit Observer
.
Die
Venussichel am Taghimmel - Foto von Christoph
Otawa
Viewing
Venus in Broad Daylight (John Walker, Fourmilab)
A
Statistical Analysis of Venus' Phases